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Tatra-Straßenbahnen vom Typ T6A2/B6A2

Dresden: T6A2/B6A2-Prototypen 226 002, 226 001, 276 001 im August 1986

Entwicklungsgeschichte des T6A2/B6A2

T6A2D / B6A2D

Die größeren Städte der ehemaligen DDR benötigten als Nachfolgemodell der zwischen 1969 und 1986 gelieferten T4D/B4D neue Fahrzeuge in der gleichen technischen Konzeption des Großzuges Tw/Tw/Bw. Aus diesem Grund wurden 1985 drei Musterfahrzeuge - zwei Triebwagen des Typs T6A2 und ein Beiwagen B6A2 - entwickelt. Die Wagen erhielten die Nummern 0020 bis 0022 und wurden zuerst in Prag und dann in der zweiten Hälfte des Jahres 1985 in Dresden erprobt. Die elektrische Ausrüstung dieser Fahrzeuge ist so konzipiert, dass gleichartige Garnituren wie bei den T4D und B4D zusammengestellt werden können. Von 1988 bis 1991 wurden 186 Tw und 87 Bw an insgesamt fünf Städte in der DDR geliefert. 1995 erwarb die Berliner Straßenbahn weitere 5 Beiwagen ohne Drehgestelle von CKD, die aus einer stornierten Bestellung der Rostocker Straßenbahn stammten.

T6A2B

Für das umfangreiche Netz der Straßenbahn in Sofia mit der Spurweite 1009 mm wurden bei CKD Prag 40 Triebwagen vom Typ T6A2B bestellt. Ab 1991 erfolgte die Lieferung dieses Fahrzeugtyps, der sich in seiner äußeren Form an die für Budapest produzierten Wagen anlehnt. 1999 erfolgte die Bestellung 17 weiterer Triebwagen dieses Typs, von denen zehn noch im Jahr 1999 und sieben im Januar 2000 ausgeliefert wurden.

T6A2H

Die Straßenbahn im ungarischen Szeged, deren Wagenpark bisher ausschließlich aus ungarischen Vierachs-Gelenktriebwagen bestand, bestellte zunächst drei Triebwagen des Typs T6A2H. Sie erhielten die Wagennummern 900 bis 902 und sind seit dem 08.05.1997 in einer auffällig bunten Lackierung im Linieneinsatz. Anfang 1998 folgten weitere zehn Triebwagen dieses Typs.

Technische Daten des T6A2/B6A2

Überblick über die wichtigsten technischen Daten des Typs T6A2/B6A2:


T6A2 B6A2
Wagenkastenlänge: 14500 mm 14500 mm
Wagenkastenbreite: 2200 mm 2200 mm
Wagenkastenhöhe: 3110 mm 3110 mm
Drehzapfenabstand: 6700 mm 6700 mm
Achsabstand der Fahrgestelle: 1900 mm 1900 mm
Sitzplätze: 20-28 (je nach Ausführung) 20-29 (je nach Ausführung)
Stehplätze: 81/129
66/106 (je nach Ausführung)
92/147
Motorentyp: TE 023
Motorleistung: 4 * 45 kW
Höchstgeschwindigkeit: 55 km/h
Leergewicht: 18.3 t 14.3 t
Betriebsart: Einrichtungs-Triebwagen Einrichtungs-Beiwagen
Steuerungsart: Thyristor-Steuerung TV3

Fahrzeugstatistik T6A2/B6A2

In den Jahren 1988 bis 1999 wurden insgesamt 256 T6A2 und 92 B6A2 gebaut.

Fahrzeugstatistik T6A2D
Stadt Baujahre Anzahl Nummern
Berlin 1988-1990 118 218 101 - 218 218
Dresden 1985-1988 4 226 001 - 226 004
Leipzig 1988-1991 28 1001 - 1028
Magdeburg 1989-1990 12 1278 - 1286
Rostock 1989-1990 24 601 - 624
Summe 1985-1991 186

Fahrzeugstatistik B6A2D
Stadt Baujahre Anzahl Nummern
Berlin 1988-1990 59 + 5 268 201 - 268 259, 5560 - 5564
Dresden 1985-1988 2 276 001 - 276 002
Leipzig 1988-1991 14 801 - 814
Magdeburg 1990 6 2143 - 2148
Rostock 1990 6 801 - 806
Summe 1985-1991 92

Fahrzeugstatistik T6A2B
Stadt Baujahre Anzahl Nummern
Sofia 1991 40 2001 - 2040
Sofia 1999 17 2041 - 2057
Summe 1991-1999 57

Fahrzeugstatistik T6A2H
Stadt Baujahre Anzahl Nummern
Szeged 1997 13 900 - 912

Kommentare

Ich habe vor einigen Jahren im Straßenbahnmuseum in Chemnitz mal den Hinweis erhalten. Das mindestens einer der nach Rostock gelieferten T6A2 ursprünglich, für Chemnitz (Karl-Marx-Stadt) bestimmt gewesen war.

Im Dezember 1989 kamen drei T6A2, im Januar 1990 noch drei B6A2 nach Schwerin. Diese sollten als Nachfolger für die T3D dienen. Da das Netz jedoch für 2,50 m breite Fahrzeuge ausgelegt war, konnte man mit den nur 2,20 m breiten Wagen nichts anfangen und gab diese ohne Einsatz 1990 nach Magdeburg weiter. Hat jemand Bilder von den Schweriner Fahrzeugen? Diese würden mich sehr interesseren und würden sich auch auf dieser Seite sehr gut unterbringen lassen.

Ich habe 2 Bilder vom Schweriner T6 sind vom Lieferzustand

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